{"id":1094,"date":"2017-10-20T18:24:10","date_gmt":"2017-10-20T18:24:10","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinwort.de\/?p=1094"},"modified":"2017-10-20T18:24:10","modified_gmt":"2017-10-20T18:24:10","slug":"sizilien-mit-dem-wohnmobil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kleinwort.de\/?p=1094","title":{"rendered":"Sizilien mit dem Wohnmobil"},"content":{"rendered":"<p>Wir fahren mit dem Wohnmobil nach Sizilien, OK \u2013 fangen wir mal an zu Planen.<br \/>\nUnd dann auf dem Wohnmobiltreffen erz\u00e4hlt ein Kollege, wir fahren auch nach Sizilien, wir nehmen die F\u00e4hre von Genua nach Palermo \u2013 Oh.<br \/>\nAlso ins Internet, auch die F\u00e4hre gebucht und am Sonntag den 27.08. ging es los, ganz entspannt erst einmal nach Bad Br\u00fcckenau, weiter nach Wangen im Allg\u00e4u und dann den Sprung durch den San Bernadino bis nach Como, wo wir uns 4 Tage an das italienische Leben gew\u00f6hnt haben.<br \/>\nAm Montag den 04.10. ging es dann ganz gem\u00fctlich Richtung Genua, die F\u00e4hre soll ja erst um 21:00 ablegen, also haben wir genug Zeit f\u00fcr ausreichend Rast und Pause.<br \/>\nDann zum Mittag kommt die Info \u201edie F\u00e4hre hat 5 Stunden Versp\u00e4tung \u201e \u2013 Puh \u2013 und nun? Wir fahren weiter nach Genua und hoffen, dass wir schon zeitig in den Hafen gelassen werden.<br \/>\nIn Genua angekommen, d\u00fcrfen wir zwar schon in den Hafenbereich einfahren, bekommen aber noch keine Bordkarte, egal, wir sind das 2 Fahrzeug auf den gro\u00dfen Parkplatz, stellen das Wohnmobil ab und da wir ja bis 02:00 Uhr Nachts Zeit haben, gehen wir erst einmal in die Altstadt von Genua und genie\u00dfen die ungeplante Stadtbesichtigung.<br \/>\nZur\u00fcck im Hafen holen wir uns erst einmal unsere Bordkarten und als wir zum Parkplatz kommen ist dieser schon gut gef\u00fcllt mit LKW\u2019s, PKW\u2019s, Caravane und Wohnmobile und irgendwann kommen dann auch noch die Biker.<br \/>\nAb jetzt hei\u00dft es warten auf die F\u00e4hre und als diese dann endlich angelegt hat beginnt das Entladen, welches sich wegen defekter Fahrzeuge doch recht schwierig und Zeitaufwendig gestaltet und als wir dann endlich auf die F\u00e4hre durften waren die Nerven bei allen schon sehr angespannt.<br \/>\nAber trotz Stress und M\u00fcdigkeit haben wir es dann irgendwie geschafft und konnten unsere Kabine belegen \u2013 Gute Nacht.<br \/>\nUnseren Seetag, bei strahlender Sonne und glatter See haben wir nach einem guten Fr\u00fchst\u00fcck \u00fcberwiegend an Deck und im Poolbereich verbracht, aber irgendwann wird die Seefahrt doch langweilig und immer nur lesen geht auch nicht.<br \/>\nAber auch der l\u00e4ngste Seetag geht irgendwann zu Ende und nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit legt die F\u00e4hre sp\u00e4t abends um 23:00 Uhr in Palermo an, nachdem wir es mit unserem Wohnmobil trotz des italienischen Chaos von der F\u00e4hre herunter und auf die Stra\u00dfen von Palermo geschafft haben, sind wir aber doch froh als wir endlich auf den Stellplatz angekommen sind \u2013 Puh, wir sind auf Sizilien, jetzt gibt es erst einmal ein Glas Wein zur Entspannung und dann ins Bett, morgen beginnt unser Sizilien Urlaub.<br \/>\nUnser Stellplatz liegt Stadtnah und so machen wir erst einmal eine ausgiebige Stadtbesichtigung, probieren unsere erste italienische Pizza und ein italienisches Bier \u2013 hm, lecker.<br \/>\nGut ausgeruht und schon etwas angekommen auf Sizilien geht es weiter nach Mondello, wo wir unseren Forumskollegen treffen, der ja gleich von der F\u00e4hre hier her gefahren ist.<br \/>\nMondello ist ein reiner Touristenort, es gibt hier zwar einige kleine Wanderm\u00f6glichkeiten, aber in erster Linie nur Strand und Badebetrieb. Daf\u00fcr werden wir bei Sonnenuntergang mit dem wundersch\u00f6nen Blich auf den Monte Pellegrino entsch\u00e4digt.<br \/>\nMondello ist nicht unser Ding, also fahren wir weiter nach Castellemare del Golfo, wo wir auf einem Stellplatz im Hinterhof landen, also auch nicht so toll.<br \/>\nAber das Bummeln durch den historischen Fischerort mit seinen urt\u00fcmlichen H\u00e4usern, den engen Gassen und Treppen zum Hafen und den vielen sch\u00f6nen Restaurants entsch\u00e4digen uns f\u00fcr den h\u00e4sslichen Stellplatz.<br \/>\nJetzt wollen wir mal Wandern, fahren in den kleinen Ort Scopello und zum Eingang des Zingaro Nationalpark, doch leider ist der Park wegen Sturm geschlossen und so suchen wir uns erst einmal einen Agritourist Stellplatz bei einem Weinbauer, der uns nat\u00fcrlich gleich seine Produkte anbietet und uns zur Weinverkostung einl\u00e4dt. Hmm, lecker, wir kaufen 3 Liter Rotwein aus seiner eigenen Erzeugung in einer Plastikflasche f\u00fcr wenige Euro und nutzen den angebrochenen Tag f\u00fcr eine Ortsbesichtigung und zum Baden im Meer bei der alten Tunfischfabrik.<br \/>\nAm Nachmittag trifft uns dann der angek\u00fcndigte Sturm mit voller Macht, wir sind zwar nur wenige 100Meter vom Stellplatz entfernt, aber es sch\u00fcttet wie aus Eimern und schon nach wenigen Metern sind wir bis auf die Knochen Nass.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag scheint dann wieder die Sonne, der Park ist offen und wir k\u00f6nnen den 8km langen Park im aller Ruhe durchwandern und uns an der wundersch\u00f6nen Natur erfreuen.<br \/>\nJa, eigentlich war unser n\u00e4chstes Ziel der Ort Sa Vito an der Westspitze von Sizilien,<br \/>\nda wir den Zingaro aber schon abgehakt haben, streichen wir dieses Ziel und fahren nach Marsala an die S\u00fcdk\u00fcste zum Baden und Radfahren, wir bedauern zwar dass wir die \u201eSalzm\u00fchlen\u201c nicht gesehen haben aber ok, vielleicht kommen wir ja mal wieder.<br \/>\nAber egal, wir fahren ganz langsam die S\u00fcdk\u00fcste entlang halten wo es uns gef\u00e4llt, oder wo es was besondere zu sehen gibt, wie die alten Mauern der Katharger in Selinute, oder die Kalkfelsen der Scala die Turchi in Realmonte, wo wir den Stellplatz direkt oben auf dem Felsen mit herrlichen Blick \u00fcber das blaue Meer genutzt haben.<br \/>\nUnd immer wieder finden wir traumhafte Str\u00e4nde zum Baden oder einsame Strecken zum Fahrradfahren.<br \/>\nAm Abend nach der F\u00e4hr\u00fcberfahrt hatten wir auf dem Stellplatz in Palermo ein Ehepaar aus Cuxhaven kennen gelernt, die Wollen hier an der S\u00fcdk\u00fcste f\u00fcr 2 Monate \u00fcberwintern, also da wir schon mal in der Gegend sind, k\u00f6nnen wir die ja mal besuchen.<br \/>\nAlso fahren wir auf den wundersch\u00f6nen Campingplatz Scopello, wo wir gleich 4 Tage bleiben, es ist wirklich ein super Platz, mit allem Komfort und direkt am Meer. Hier haben wir die M\u00f6glichkeit f\u00fcr ausgedehnte Strandspazierg\u00e4nge und weitere sch\u00f6ne Fahrradtouren.<br \/>\nDoch nach 4 Tagen Badeurlaub juckt es wieder und es geht weiter an den s\u00fcdlichsten Zipfel von Sizilien, wo wir in dem kleinen Ort Marzamemi unser Lager aufschlagen. Auch hier gibt es f\u00fcr uns viele Aktivit\u00e4ten, neben Baden im Meer und Strandspazierg\u00e4nge k\u00f6nnen wir hier wieder Fahrradfahren und im Vendicari Nationalpark wandern.<br \/>\nJetzt haben wir etwas Pech, der erste Platz den wir anfahren liegt mitten in einer engen Stadt und trotz Navi und Karte fahren wir wohl immer am Platz vorbei, zu dumm und nachdem wir uns zweimal mit unserem Wohnmobil durch die Stadt gequ\u00e4lt haben geben wir auf und suchen uns einen Alternativplatz. Es geht wieder durch eine sehr enge Stadt, auf einspurige Stra\u00dfen mit hohen Natursteinmauern an den Seiten und sehr starken Bewuchs, Stellenweise wie durch den Urwald und als wir es endlich geschafft haben ist der Platz geschlossen.<br \/>\nAlso wieder durch die engen Gassen zur\u00fcck und nun? egal jetzt fahren wir hoch zum Etna, da werden wir ja wohl einen \u00dcbernachtungsplatz finden.<\/p>\n<p>Wir stehen auf dem Mix-Parkplatz auf 2000Meter H\u00f6he und haben einen phantastischen ausblick bis zum Meer, machen eine erste Wanderung auf den Sylvesterkrater und informieren uns \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der Etnabesteigung.<br \/>\nOk. Mit kompletter Bergsteigerausr\u00fcstung gibt es Touren auf den Etna und bis an den Kraterrand, Normaltouristen kommen auf bis auf 3000 Meter und das geht dann in drei Stepps.<br \/>\nZuerst mit der Seilbahn auf 2500 Meter, dann mit dem Offroad-Bus auf gut 3000 Meter und dann noch eine kleine Wanderung mit einem Bergf\u00fchrer in das Lavafeld und einen noch dampfenden Nebenkrater des Etna. Die letzten 300 Meter bis zum Krater des Etna sind dann nur mit Bergsteigerausr\u00fcstung zu machen.<br \/>\nEgal, hier ist uns das schon hoch genug, eine phantastische Mondlandschaft umgibt uns und beim Wandern auf den kleinen Krater merkt man schon die d\u00fcnne Luft, aber der Rundumblick ist umwerfend und daf\u00fcr haben sich die 63 Euro pro Person schon gelohnt.<\/p>\n<p>Wir fahren zu unserem letzten Stopp auf Sizilien nach Letojanni einen beschaulichen Badeort in der N\u00e4he von Taromina wo wir uns bei einem letzten guten Fischessen von Sizilien verabschieden.<br \/>\nJetzt noch die letzte Etappe bis Messina zur F\u00e4hre und dann r\u00fcber auf das Festland nach Villa San Giovanni.<br \/>\nDas Ticker f\u00fcr die F\u00e4hre haben wir einer jungen Familie abgekauft, die sich \u00fcberlegt haben mit der F\u00e4hre von Palermo aus zur\u00fcck zu fahren, also k\u00f6nnen wir ohne am Ticketschalter anzuhalten, direkt bis zur F\u00e4hre vorfahren und uns in die Warteschlange einreihen.<br \/>\nDie F\u00e4hr\u00fcberfahrt dauert 20 Minuten und vom Hafen in Villa San Giovanni bis zur Autobahn sind auch nur wenige km und so kommen wir z\u00fcgig voran und erreich schon am fr\u00fchen Nachmittag unser erstes Ziel auf dem Festland, das Bergdorf Tropea.<\/p>\n<p>Nachdem wir jetzt zwei Tage lang viele Treppen gestiegen sind und Tropea von allen Seiten besichtigt haben geht es weiter nach Pompei, wo wir auch einen Stellplatz im Hinterhof landen, daf\u00fcr aber mitten in der Stadt und absolut ruhig, was wollen wir mehr.<br \/>\nAlso fahren wir nach einer entspannten Nacht mit der Regionalbahn nach Neapel, wo wir den Tag mit Stadtbesichtigung durch enge Gassen und \u00fcber Pl\u00e4tze verbringen.<br \/>\nUnd was uns im Palermo schon aufgefallen ist, ist hier noch extremer, das hohe Milit\u00e4r und Polizeiaufgebot, \u00fcberall in den Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen und auf den Pl\u00e4tzen stehen Milit\u00e4rfahrzeuge und bewaffnete Soldaten, \u00fcberall Polizei und Carabinieri, was anfangs etwas ungewohnt ist.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag geht es in die alte Stadt Pompei, wo wir von den Ausma\u00dfen und der damaligen Architektur und Infrastruktur sehr angetan sind. Im Vergleich mit heutigen St\u00e4dten war Pompei damals schon der Zeit weit voraus, Stra\u00dfen mit Fu\u00dfwege, Abwasserleitungen, Regenentw\u00e4sserung, Wasserleitungen, Stra\u00dfen mit L\u00e4den, Gastst\u00e4tten, Herbergen und Stra\u00dfen mit Reihenh\u00e4user mit G\u00e4rten.<br \/>\nStadtrundfahrt mit dem Wohnmobil durch Rom, war zwar nicht geplant, aber unser Navi meinte wir sollten da mal durch, also haben wir eine Abfahrt zu fr\u00fch genommen und sind quer durch Rom zum Stellplatz gefahren, der eigentlich nur 4 km von der Autobahn entfernt liegt.<br \/>\nAuf dem Stellplatz angekommen haben wir uns dann gleich ein Busticket gekauft und sind zu einer ersten Erkundung in die Stadt gefahren.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag haben wir uns zwar ein Ticket f\u00fcr den Hop On Hop Off Bus gekauft, welchen wir aber wegen der extrem langen Warte- und Standzeiten nur wenig genutzt haben. Wer wie wir gut zu Fu\u00df ist, kann Rom auch komplett zu Fu\u00df erkunden.<br \/>\nRom ist schon beeindruckend, das Colosseum, der Kaisepalast und der Cirkus Maximus, oder der Vatikan sind schon beeindruckend, aber auch die spanische Treppe, der Trevibrunnen und die Gassen und Pl\u00e4tze der Stadt lohnen einen Besuch.<\/p>\n<p>Und nach so viel Stadt und alten staubigen Steinen wollen wir uns mal wieder entspannen und so fahren wir in die s\u00fcdliche Toskana zu den Thermen von Saturnia, wo wir uns zwei Tage in den warmen Schwefelquellen entspannen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unsere Reise n\u00e4hrt sich dem Ende und irgendwie ist unser Kopf auch nicht mehr aufnahmef\u00e4hig, wir verbringen noch zwei Tage in Marina de Pisa, wo wir noch eine 60km Fahrradtour bis Pisa unternehmen, fahren f\u00fcr einen Tag nach Parma und an den Lago Maggiore bevor wir mit einem Zwischenstopp in der Schweiz wieder nach Deutschland einreisen.<\/p>\n<p>In Deutschland stoppen wir dann noch einmal in Leutkirch im Allg\u00e4u, in Hammelburg und in Hannoversch M\u00fcnden, wo wir unsere Reise mit einer letzten Fahrradtour bei den letzten Sonnenstrahlen an der herbstlichen Fulda abschlie\u00dfen.<br \/>\nAm Nachmittag den 14.10. sind wir nach unserer siebenw\u00f6chigen Italienreise und 4800km \u00fcber Wege, Stra\u00dfen und Autobahnen mit unserem Wohnmobil wieder zuhause angekommen.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir fahren mit dem Wohnmobil nach Sizilien, OK \u2013 fangen wir mal an zu Planen. 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