{"id":263,"date":"2008-12-25T20:05:05","date_gmt":"2008-12-25T20:05:05","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinwort.de\/?p=263"},"modified":"2020-11-29T20:44:08","modified_gmt":"2020-11-29T19:44:08","slug":"10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kleinwort.de\/?p=263","title":{"rendered":"2008 Neuseeland"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Land der gro\u00dfen wei\u00dfen Wolke &#8211; Neuseeland<\/strong><\/p>\n<p>60 Millionen Schafe, 4 Millionen Kiwis und die Queen &#8211; Streng genommen ist Neuseeland immer noch eine Kolonie Englands, die durch einen Generalgouverneur der Queen regiert wird.<\/p>\n<p><strong>Kia Ora<\/strong>, so begr\u00fc\u00dft uns Neuseeland nach unserer Landung auf dem International Airport von Christchurch.<br \/>\nBei Sonne und angenehmen +20\u00b0C lassen wir uns von einem Taxi zu unserem Stadthotel fahren und nach einer (ausgiebigen) Dusche, starten wir zu unserer ersten Entdeckungstour durch die City. Christchurch pr\u00e4sentiert sich mit seinen alten, sehr sch\u00f6nen H\u00e4usern, den Pups und den sauberen Strassen sehr englisch und aufger\u00e4umt. Die Menschen sind freundlich und die ganze Stadt scheint ohne Hektik und ein wenig verschlafen zu sein, also fallen wir auch in diesen Trott und beginnen unsern ersten Urlaubstag in Neuseeland mit einem k\u00fchlen Bier in einem der zahlreichen gem\u00fctlichen Pups, die \u00fcbrigens auch eine hervorragende Speisekarte haben.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag holen wir dann unseren Camper &#8211; oder besser gesagt unser riesiges Wohnmobil &#8211; von Pacific Horizont ab. Ein richtiger Truck &#8211; dieses Unget\u00fcm &#8211; und das bei den engen Strassen und Gebirgsp\u00e4sse, so ist unser erster Eindruck und im Magen machte sich etwas Unwohlsein breit. Aber nach den ersten 100 km Linksverkehr und sonst noch einigen eigenwilligen Verkehrsregeln haben wir uns an dieses Gef\u00e4hrt gew\u00f6hnt und genie\u00dfen die hohe Sitzposition und die gute Rundumsicht. Super ist auch, das Fahrzeug ist gerade mal 8 Monate alt und hat erst 9.000 km auf dem Tacho, also ein super neues Fahrzeug.Und mit dem 3.5L Diesel haben wir selbst f\u00fcr die steilsten Gebirgsp\u00e4sse gen\u00fcgend Kraftreserven. Neuseeland besteht vorwiegend aus Mittel- und Hochgebirgen, die sich \u00fcber beide Hauptinseln erstrecken. Zwei Drittel des Landes liegen etwa 200 bis 1 000 m \u00fcber dem Meeresspiegel. Das Land hat \u00fcber 220 Berge mit einer H\u00f6he von \u00fcber 2 280 m. Dabei herrscht in den Niederungen der Nordinsel ozeanisch mildes, feuchtes Klima, w\u00e4hrend sich die S\u00fcdinsel dagegen mit einem k\u00fchleren, gem\u00e4\u00dfigtem Klima pr\u00e4sentiert. Besonders feucht ist die Westk\u00fcste der S\u00fcdinsel (Milford Sound). Unser Home f\u00fcr die n\u00e4chsten 29 Tage, denn so lange haben wir f\u00fcr unsere Reise \u00fcber die S\u00fcd- und Nordinsel geplant, ist voll ausgestattet mit Dusche, Toilette und sogar eine Mikrowelle und ein Fernsehger\u00e4t sind vorhanden. Aber das Beste ist das riesige Bett mit 2,15m x 1,85m.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Eink\u00e4ufe sind erledigt, wir haben ausreichend Bier, Wein und sonstige Lebensmittel an Bord, alle Sorgen und Bedenken sind verflogen und wir steuern unserm ersten Ziel dem Lake Takapo entgegen. Auch wenn es unterwegs einige kleine Regenschauer gibt, die Landschaft ist Phantastisch und die Oh`s und Woh`s k\u00f6nnen wir gar nicht mehr z\u00e4hlen. Die Landschaft um den Lake Takapo pr\u00e4sentierte sich so phantastisch, dass wir spontan beschlie\u00dfen hier 2 Tage zu verbringen und die Gegend um den Lake ausgiebig zu erwandern, wobei wir immer wieder anhalten um die phantastische Landschaft zu bewundern oder einige Fotos zu machen.<\/p>\n<p>Aber irgendwann m\u00fcssen wir ja weiterziehen und so geht es am 3. Tag zum Mount Cook, wo wir erst einmal nach einer Tankstelle suchen m\u00fcssen, denn wir haben den Durst unseres Trucks doch etwas untersch\u00e4tzt. Aber nach gef\u00fclltem Tank k\u00f6nnen wir uns wieder ganz der Natur widmen und die geplanten Wanderungen zum White Horse Hill und dem Tasman Lake am Glacier in vollen Z\u00fcgen genie\u00dfen. Da es am Mount Cook wegen der H\u00f6he doch recht k\u00fchl ist, der Mount Cook (3 764 m) ist der h\u00f6chste Berg in Neuseeland, entschlie\u00dfen wir uns am Sp\u00e4tnachmittag nach Twizel zur\u00fcckzufahren, wo wir erst einmal \u00fcbernachteten.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag geht es dann weiter durch die phantastische Landschaft von Neuseeland, wir kommen durch Cromwell und fahren weiter an die K\u00fcste des Pacific Ocean nach Dunedin wo wir die Albatross Colony besichtigen wollen. Die hier lebenden K\u00f6nigs Albatrosse mit einer Fl\u00fcgelspannweite von \u00fcber 3 Meter sind zwar gerade beim Br\u00fcten und so k\u00f6nnen wir nicht sehr nahe an die Nester herankommen, aber diese V\u00f6gel im Flug zu bewundern, ist schon sehenswert.<\/p>\n<p>Auf der Weiterfahrt Richtung S\u00fcden, hat uns ein Neuseel\u00e4nder beim Tanken eine &#8222;besondere Strecke&#8220; empfohlen, die wir auf jeden Fall fahren sollten. Also haben wir seinem Vorschlag gefolgt und sind hinter Balclutha auf den Owaka Highway abgebogen, der uns auf einen kleinen Umweg aber daf\u00fcr durch eine wundersch\u00f6ne Landschaft \u00fcber Owaka Waikawa durch den Catlins Forest Park mit den McLean Falls und den neuseel\u00e4ndischen Niagara Falls bei Waikawa nach Invercargill, der s\u00fcdlichsten Stadt Neuseelandsge\u00fchrt hat.<\/p>\n<p>Es geht weiter, \u00fcber Lumsden und Manapouri fahren wir zu unserem n\u00e4chsten Highlight dem Milfort Sound. In der Stadt Te Anau schlagen wir unser Basislager auf und treffen alle Vorbereitungen f\u00fcr unsere Fahrt \u00fcber die Millford Road und dem Homer Tunnel zum Sound, einschlie\u00dflich der Vorbuchungen f\u00fcr einen Scenic Cruises und den Campground am Sound. Die Millfordroad zu fahren, bedarf ein gute zeitliche Abstimmung, denn hier befinden wir uns in einer Touristen Hochburg, Busse, Busse, Busse mit Japaner, Chinesen, Europ\u00e4er und wer wei\u00df welcher Nationalit\u00e4t noch und wenn man auf einem Aussichtspunkt steht, die Natur und die Stille bewundert ist es sehr unangenehm wenn hunderte von Bustouristen um ein herum blabbern und fotografieren. Auch auf der Strasse ist es mit der ruhigen Fahrt und dem Genie\u00dfen der Landschaft vorbei, wenn einem die Reisebusse im Nacken sitzen und dr\u00e4ngeln. Aber bei richtiger Zeiteinteilung ist man auch auf dieser Touristenstrecke relativ allein und ungest\u00f6rt, so dass man die Fahrt und die Landschaft in Ruhe genie\u00dfen kann. Ein Erlebnis besonderer Art ist hierbei der Homer Tunnel, aber Achtung der Tunnel hat ein sehr starkes Gef\u00e4lle von 25%, ist unbeleuchtet und hat gleich nach dem Tunnelausgang eine sehr scharfe Linkskurve, die man nur mit 20km\/h durchfahren kann. Es kann dabei schon sehr kritisch werden, wenn man vom dunklen Tunnel in das helle Sonnenlicht kommt und steht pl\u00f6tzlich vor einer scharfen Kurve. Aber auch das haben wir geschafft und sind mit unserem Truck nicht al zu weit \u00fcber die Mittellinie gekommen &#8211; zum Gl\u00fcck kam gerade kein Gegenverkehr.<\/p>\n<p>Am Millforsound war unser Tagesh\u00f6hepunkt nat\u00fcrlich der Scenic Cruises durch den Milford Sound zur Tasman Sea, vorbei an den Imposanten Wasserf\u00e4llen wie der Bowen Falls und der Stirling Falls. Die Tasman Sea zeigte sich bei unserer fahrt recht rau uns st\u00fcrmisch, so dass wir keine Delphine und nur wenige Seel\u00f6wen gesehen haben. Aber durch die tief h\u00e4ngenden Wolken und dem Nebel hatte die ganze Fahrt etwas Dramatisches. Schade, wir h\u00e4tten noch gerne einige kleine Wanderungen an Sound gemacht, aber am Sp\u00e4tnachmittag wurde es ungem\u00fctlich und es fing an zu regnen. Also haben wir es uns in unserem Wohnmobil gem\u00fctlich gemacht, die n\u00e4chsten Etappen geplant und gelesen. Auf der R\u00fcckfahrt vom Millford Sound hatten wir dann noch Gelegenheit f\u00fcr einige sehr sch\u00f6ne Wanderungen in den Alpen dieser wundersch\u00f6nen Fjordlands.<\/p>\n<p>Unser Tagesziel Queenstown pr\u00e4sentierte sich uns dann wieder im Regen und mit tief h\u00e4ngenden Wolken und so haben wir es uns nach einer kurzen Stadtbesichtigung in einem der zahlreichen Pups bei einem Bier gem\u00fctlich gemacht und der einheimischen Bev\u00f6lkerung beim Plausch zugeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Auf der Weiterfahrt nach Wanaka haben wir auf einem Kurzstopp die &#8222;Pussel World&#8220; besichtigt, Ein Ort mit Schiefen H\u00e4usern, schiefen Ebenen, einem Irrgarten und einer Reihe von phantastisch inszenierten optischen T\u00e4uschungen. Am Lake Wanaka war die Welt dann wieder in Ordnung, bei Sonne und angenehmen Temperaturen konnten wir hier einige herrliche Wanderungen unternehmen und die Natur genie\u00dfen. Schade hier w\u00e4hren wir gerne noch einige Tage geblieben, aber leider hatten wir ja feste Termine und Buchungen, die wir einhalten mussten. Also ging die Reise weiter, vorbei am Lake Hawea und dem Lake Wanaka fahren wir auf dem SH-6 zum Hast Pass, unser Gate zur Westk\u00fcste. Der Hauptgebirgszug der S\u00fcdinsel sind die Neuseel\u00e4ndischen Alpen, eine massive Erhebung, die sich von S\u00fcdwesten nach Nordosten fast \u00fcber die ganze L\u00e4nge der gesamten Insel erstreckt. 18 Berggipfel der Kette sind h\u00f6her als 3 000 m.<\/p>\n<p>Unwetter! &#8211; nicht bei uns, aber einige Tage vorher habe die Zufahrt zum Fox Glacier versch\u00fcttet und alle Bem\u00fchungen zu Glacier zu kommen scheitern. Also fahren wir etwas Traurig weiter zum Franz Josef Glacier, wo wir vom Wetter belohnt werden und einige wundersch\u00f6ne Wanderungen machen k\u00f6nnen. Zum Gletscher selbst kommen wir nicht, um zum Gletscher und zur Gletscher H\u00f6hle zu kommen m\u00fcsste man durch das Schmelzwasser warten und dann \u00fcber das Eisfeld wandern. Eine sehr extreme Unternehmung, die nur f\u00fcr erfahrene Wanderer empfohlen wird und dann auch nur als gef\u00fchrte Tour mit einem erfahrenen F\u00fchrer. Auch waren hier noch einige Wege und Tracks durch das Unwetter unpassierbar und gesperrt.<\/p>\n<p>Zu unserm n\u00e4chsten Ziel, den Panncake Rocks fahren wir durch den Gold Mining Town Ross nach Hokitika und \u00fcber Greymouth nach Punakaiki. Die Pancake Rocks sind wieder eine reine Touristenattraktion aus dem Reisef\u00fchrer, o.k. wir waren da und haben sie gesehen.<\/p>\n<p>Also geht unsere Reise weiter, an Westport vorbei auf dem SH-6 fahren wir bis Kohatu. In Kohatu verlassen wir den SH-6 und fahren auf dem Valley Highway nach Motueka und dann zum Abel Tasman Nationalpark, wo wir in Marahau unser 2. Basislager f\u00fcr ein paar Tageswanderungen aufschlagen. Der Abel Tasman NP bietet ein weites Netz von Wanderwegen, wobei man bei mehrt\u00e4gigen Wanderungen mit dem &#8222;Water Taxi&#8220; zu den Start- und Endpunkten gelangen kann und so die M\u00f6glichkeit hat, alle Wanderungen von einem Punkt aus anzugehen. Auf den sehr gut ausgebauten Wanderwegen trifft man dann auch jede Menge junge und \u00e4ltere Rucksacktouristen die diesen Service nutzen.<\/p>\n<p>Wir haben eine Buchung und einen Termin f\u00fcr die F\u00e4hre zur Nordinsel und m\u00fcssen den Abel Tasman Park verlassen. \u00dcber Nelson fahren wir auf dem SH-6 bis Havelock und biegen dann auf den Queen Charlotte Drive um nach Picton zu gelangen, dem Ende unserer Reise \u00fcber die S\u00fcdinsel.<\/p>\n<p>Heute ist fr\u00fches Aufstehen angesagt, um 06:00 Uhr l\u00e4uft die &#8222;Inter Islander&#8220; Ferry nach Wellington aus und wir wollen mit. Das Boarding ist eine eingespielte Prozedur, mit harten Worten und ihrer Eigenen Zeichensprache dirigieren die Stauer die Fahrzeuge auf ihre Positionen, verzurren die Fahrzeuge mit Ketten und los geht die Reise.<br \/>\nWellington erwartet uns, wie nicht anders zu erwarten mit dunklen Wolken, Sturm und einigen Regenschauern, also beschlie\u00dfen wir gleich Richtung Norden weiter zu fahren, bis die Sonne kommt.<\/p>\n<p>Die Sonne kommt nach Wanganui und so fahren wir \u00fcber die Whanganui Rivver Road zum Whanganui Nationalpark, wo wir einige k\u00fcrzere Tracks Wandern.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag geht es zum Tongariro Nationalpark, wieder ein Highlight unserer Reise. Im Tongariro NP bewundern wir als Erstes das &#8222;Chateau Tongariro&#8220; mit dem wundesch\u00f6nen Golfplatz, bevor wir zu unseren Wanderungen aufbrechen. Die Alpine Landschaft, die Wasserf\u00e4lle und die Krater im Tongariro NP bieten abwechselungsreiche Wanderungen mit phantastischen, landschaftlichen Eindr\u00fccken. Ob eine kurze Wanderung von ein paar Kilometer oder Wanderungen \u00fcber mehrere Tage, der Tongariro NP bietet eine Vielzahl von M\u00f6glichkeiten die Landschaft und die Krater zu erkunden.<\/p>\n<p>Aber jetzt sind wir erst einmal genug durch die Alpen gewandert, jetzt geht es zu den warmen Quellen rund um Rotorua. Wir fahren um den Togariro NP herum, kommen durch Turangi und vorbei am Lake Taupo nach Taupo.<\/p>\n<p>Wir stehen auf einem wundersch\u00f6nen Campingplatz der TOP10, haben den besten Platz bekommen und wollen hier eigentlich gar nicht mehr weg. Am n\u00e4chsten Tag machen wir dann eine Wanderung zu den Huka Falls, der Weg f\u00fchrt neben dem Waikatorivver vorbei an warmen Quellen und durch phantastische Landschaft. Die Huka Falls mit ihren 160m\u00b3\/sec Wasser geh\u00f6ren zu den bedeuteten F\u00e4llen Neuseelands.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens werden 15% der Energie in Neuseeland durch Wasserkraft erzeugt.<\/p>\n<p>Nach Taupo, wo wir schon an vielen Stellen den vulkanischen Ursprung Neuseelands sehen konnten, geht es jetzt ins Zentrum der vulkanischen Aktivit\u00e4ten nach Rotorua.<br \/>\nKurz vor Rotoroua besuchen wir den &#8222;Wai &#8211; O &#8211; Tapu&#8220; Thermal Park, das Thermal Wonderland mit seinen hei\u00dfen Quellen. dem Rainbow Crater, Devil`s Home, Geiser und Schwefelh\u00f6hlen &#8211; eine unheimliche Welt aus Dampf, blubbernden Kratern und kochend hei\u00dfen Quellen.<br \/>\nDa am n\u00e4chsten Tag der Urewera Nationalpark auf unserer Liste steht, bleiben wir in der N\u00e4he von Rotorua und \u00fcbernachten auf einem kleinen Campingplatz am Blue Lake.<br \/>\nWir m\u00fcssen ein kurzes St\u00fcck auf dem SH-5 zur\u00fcckfahren, bevor der SH-38 zum Urewera NP abzweigt. Nach rund 60 km endet die Asphaltstrasse und der SH-38 geht als Gravelroad weiter. Eigentlich d\u00fcrfen wir mit unserem Motorhome keine Gravel fahren, aber 60 km zur\u00fcck und auf den sch\u00f6nen Park verzichten?<\/p>\n<p>Wir entscheiden uns f\u00fcr die Gravelroad und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km\/h, angespannter Nerven und teilweise sehr engen Kurven, kommen wir und unser Camper nach langer Fahrzeit aber unbeschadet am Lake Waikaremoana an. Am Lake Waikaremona werden wir dann f\u00fcr unsere Strapazen mit phantastischen Wanderungen und imposanten Wasserf\u00e4llen entsch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Noch einige km Gavelroad um aus den Park wieder hinaus zu kommen und dann geht es nach Wairoa, der Hawke Bay im Pacific Ocean. Wir folgen der K\u00fcstenstrasse SH-2 Richtung Norden, kommen durch Gisbone, Tolaga Bay, Tokomaru Bay und schlie\u00dflich nach Tikitiki und Te Araroa zur Hicks Bay. Von Te Araroa geht es weiter \u00fcber Opotiki, Whakatanne, Tauranga, Takitaki, Waihi nach Whangamata, wo die Wentworth Falls auf uns warten.<\/p>\n<p>Danach erreichen wir die Coromandel Peninsula wo wir im Coromandel Forrest in Broken Hills die alten Goldmienen besichtigen. Hurrah! mitten im Busch treffen wir auf Neuseel\u00e4nder, die eine alte Goldmine reaktiviert haben. 3 Bergm\u00e4nner m\u00fchen sich hier um das letzte Gold aus den Berg zu holen, mit bergm\u00e4nnischer Ausr\u00fcstung, einer kleinen Grubenbahn mit 3 Loren holen sie das goldhaltige Erz aus dem Berg. Abtransportiert wir das Erz dann mit einem 5,5 Tonner. Die Bergm\u00e4nner strahlen \u00fcber ihre Gesichter als sie uns sehen, fragen wo wir her kommen und erz\u00e4hlen dann \u00fcber ihren Berg, wie es fr\u00fcher war, dass die Stollen \u00fcber einige 100 Meter in den Berg gehen, eine L\u00e4nge von mehreren km haben und das hier mal \u00fcber 100 Bergm\u00e4nner gearbeitet haben.<\/p>\n<p>Unser Etappenziel heute ist die Hot Water Beach, wo man bei Ebbe am Strand L\u00f6cher buddeln kann bis warmes Quellwasser kommt. Leider haben wir keine Ebbe, daf\u00fcr hat der Regen, der schon morgens angefangen hat jetzt seinen H\u00f6hepunkt erreicht. Der Tag fing schon mit Regen an und bisher haben unsere Regenjacken auch alles abgehalten, aber jetzt gibt es kein Halten mehr, es kommt von Oben wie aus Eimern und nach k\u00fcrzester Zeit sind wir bis auf die Knochen nass und verlassen fluchtartig den Strand. Total durchgeweicht fahren wir erst einmal nach Whenuakite und suchen uns einen Campingplatz.<\/p>\n<p>Das Wetter hat sich beruhigt, die Sonne ist zur\u00fcck und wir machen uns auf den Weg zur Cathedral Cove, wo wir nach einer kurzen Wanderung einen herrlichen sonnigen Vormittag am Strand verbringen.<\/p>\n<p>Nachmittags versuchen wir noch einmal unser Gl\u00fcck an dem Hot Water Beach, es sind zwar jede Menge Urlauber mit ihren Schaufeln am buddeln, aber so Richtig will das Warme Wasser nicht kommen. Auch ist die Brandung sehr heftig und mehrere Hinweisschilder warnen vor der starken Unterstr\u00f6mung, also gehen wir nur mit den Beinen ins Wasser und entscheiden dann weiter zu fahren.<\/p>\n<p>Jetzt gibt es zwei M\u00f6glichkeiten, zur\u00fcck und unten um die Coromandel Halbinsel oder weiter gen Norden und oben herum \u00fcber Coromandel. Wir entscheiden uns f\u00fcr oben und Coromandel und fahren also auf dem SH-25 einmal um die Coromandel Halbinsel herum.<\/p>\n<p>Da die Wolken hier sehr tief h\u00e4ngen und es f\u00fcr uns auf der Coromandel Halbinsel nicht viel zu entdecken gibt haben wir am 2. Tag alles abgearbeitet und fahren nach Te Aroha und zur Karengahake Gorge, wo es wieder mehrere Wanderwege und Tracks f\u00fcr uns gibt.<\/p>\n<p>Diese Nacht Campen wir bei Anna aus der Schweiz auf dem &#8222;Te Aroha Holidy Park and Hot Pools&#8220; Campground. Anna freut sich wieder einmal etwas deutsch zu sprechen und bei einem gemeinsamen Bad in ihrem SPA, erz\u00e4hlt Anna uns von Ihren Erfahrungen und das Leben in Neuseeland.<\/p>\n<p>Eigentlich wollen wir heute zu den Wairera Falls wandern, aber leider ist der Weg gesperrt und die &#8222;Umleitung&#8220; \u00fcber der Maori-Track ist uns zu unsicher. Also setzen wir uns wieder hinters Steuer und genie\u00dfen die Landschaft. In Matamata besuchen wir dann noch das Firth Tower Historical Museum mit seinen alten H\u00e4usern und Landwirtschaftlichen Ger\u00e4ten. Alles wie bei uns in Europa stellen wir fest und fahren auf dem SH-27 weiter nach Miranda Hot Springs, wo wir einen wundersch\u00f6nen Campingplatz mit eigenem Thermalpool finden. Den Tag lassen wir dann im Pool bei 38\u00b0 Schwefel haltigem Quellwasser ausklingen.<\/p>\n<p>Wir stinken danach zwar wie verfaulte Eier, aber uns hat es super gut getan. Und weil bei uns die Luft raus ist, der Kopf kann nichts mehr aufnehmen, legen wir einen Strandtag an der Firth of Thames ein und bleiben noch eine Nacht in Miranda und dem sch\u00f6nen Schwefelpool.<\/p>\n<p>An unserem vorletzten Urlaubstag mit dem Camper fahren wir nach Manukau, einem Vorort von Auckland, wir besichtigen den Botanischen Garten von Auckland.<\/p>\n<p>Heute ist R\u00fcckgabetag f\u00fcr unser Motorhome, nach 5.000 km hat es uns ohne Mucken \u00fcberall hin gebracht und auch wenn die Strassen stellenweise sehr Eng waren und wir viele Serpentinen fahren mussten, war es eine erholsame und angenehme Reise. Wir haben viel (aber nicht alles) gesehen und Erlebt, haben neue Eindr\u00fccke gewonnen und einen kleinen Teil vom Leben der Neuseel\u00e4nder erfahren.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckgabe unseres Unget\u00fcmes war dann auch nur eine Formsache und nach 10 Minuten erledigt. Mit einem Taxi vom Vermieter wurden wir dann zu unserem Stadthotel in Auckland gefahren, wo wir die letzten Tage bis zu unserem R\u00fcckflug mit Sightseeing, Kneipenbummel und Leute beobachten verbracht haben.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Land der gro\u00dfen wei\u00dfen Wolke &#8211; Neuseeland 60 Millionen Schafe, 4 Millionen Kiwis und die Queen &#8211; [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1481,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":646},"categories":[30],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/263"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=263"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/263\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1480,"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/263\/revisions\/1480"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1481"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=263"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=263"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kleinwort.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}