Mit dem Wohnmobil nach Schweden
In diesem Sommer bin ich mit Oma und Opa mit dem Wohnmobil nach Schweden gefahren, wo wir eine Woche Badeurlaub auf Öland gemacht haben.
Und weil man mit 12 Jahren ja nicht mehr auf dem Tisch zwischen Oma und Opa schlafen möchte, hat Opa mir im Fahrerhaus ein eigenes Schlafzimmer gebaut.

Am Mittwoch den 20. Juli ging es dann los auf die Autobahn, durch den Elbtunnel und hoch in den Norden nach Dänemark, wo wir im Hafen von Kolding unseren ersten Stopp gemacht haben.
Der Hafen hat mit sehr gut gefallen, vor allem die vielen Spielgeräte, aber auch die Stadt war sehr schön und außerdem gab es da ja ein leckeres dänisches Eis.


Nach einem erfrischenden Bad in der Ostsee haben wir am Abend noch Mister X gespielt und den Sonnenuntergang bewundert.
Am nächsten Tag ging es über die Brücken nach Schweden, zuerst über den Großen Belt und dann über den Öresund, ja – die Brücken sind schon phantastische Bauwerke. Übernachtet haben wir im Hafen von Limhamen in Malmö mit Blick auf die Öresundbrücke und klar haben wir am Nachmittag auch noch im Öresund gebadet und am Abend noch einen langen Spaziergang um das Hafenviertel gemacht.


Hurra, ich bin in Schweden!
Am Morgen ging es dann nach einer Stadtrundfahrt durch Malmö – Opas Navi wollte es so- quer durch Schweden zur Ostküste, wo wir im Hafen von Nogesund unser Nachtlager aufgeschlagen haben. Oma hat da dann auch im Hafen gebadet, aber mir war das Wasser hier doch etwas zu kalt.


Im Naturpark von Nogesund haben wir dann noch ein sehr lange Wanderung gemacht, auf der ich mit Opa über viele Dinge diskutiert habe.
Ja und nun endlich ging es auf die Insel Öland, wo wir auf dem Campingplatz in Bödaham einen Stellplatz für eine Woche gebucht hatten.
Der Campingplatz war schon schön, auch der kleine Strand neben dem Campingplatz war ja nicht schlecht und wir haben da dann auch gleich gebadet, aber auf dem Platz waren nur Schweden und keine Deutschen und eigentlich keine Kinder in meinem Alter wo ich mit Spielen und Toben konnte, also war Opa sehr oft gefordert, mit mir irgendwas zu Unternehmen oder Fußball mit mir zu Spielen.
Die nächsten Tage haben wir dann einige Fahrradtouren über die Insel gemacht oder sind mit dem Fahrrad nach Böda Sand gefahren.


Wir waren dann immer am Strand vom Campingplatz Böder Sand, ein riesiger Campingplatz mit Abenteuerspielplatz, Hüpfburgen, einem Schwimmbad mit Piratenschiff, Minigolfanlage und vielen anderen Spiel- und Sportanlagen, aber fast alles nur für die Campingplatzgäste.



Am Strand waren auch mehrere Lokale und Geschäfte und am Nachmittag hat da immer eine Musikgruppe gespielt und die Gäste haben gefeiert und getanzt.
Ach ja, ich hatte zwar oft Sehnsucht nach meiner kleinen Inga und nach Mama und Papa, aber die Woche war trotzdem sehr schnell zu Ende und wir mussten uns auf den Heimweg machen.
Auf dem Rückweg haben wir dann noch eine Übernachtung in Borgholm gemacht, wo wir im Hafenrestaurant „Robinson Cruso“ ein original Schwedisches“ Dages Rett“, ein Mittagsbuffet gegessen haben.



Am Nachmittag sind wir dann zum Schloss Borgholm gewandert und eine Burgbesichtigung gemacht,
dass war schon ein Abenteuer, durch die vielen dunklen und engen Gänge zu gehen, durch die Schiesscharten zu gucken und vielen Räume zu bestaunen.


Auf dem Hof gab es dann auch einige Ritterübungen für Knappen (das sind die Kinder der Ritter) wo man seine Fertigkeiten und Geschicklichkeit beim Reiten, Bogenschießen oder beim Balancieren über wackelige Balken testen konnte.




Und im Kerker war sogar jemand eingesperrt, am oberen Torgitter konnte man das arme Wesen erbärmlich jammern hören.
Und nun müssen wir Öland leider wieder verlassen, über die 6km lange Brücke geht es wieder auf das Festland und dann auf die Autobahn 25 zur Westküste, eine Zwischenübernachtung haben wir dann auf einem Rastplatz an einem See gemacht und am nächsten Morgen ging es dann wieder über die Öresundbrücke zurück nach Dänemark nach Kopenhagen.

Ja, Kopenhagen ist schon eine große Stadt und wir sind da fast 18km gelaufen, weil wir ja unbedingt die Meerjungfrau sehen und fotografieren wollten, so dass mir am Abend die Beine wehtaten.


Aber egal, am nächsten Tag sind wir dann noch einmal in die Stadt gelaufen, ich wollte doch unbedingt noch das Santini Fahrradtrikot haben, was mich viel Überzeugungsarbeit bei Oma gekostet hat.

Und dafür gab es dann auch nur eine Pizza aus dem Supermarkt bei einem Picknick im botanischen Garten von Kopenhagen auf einer Bank, na ja – der Doppelwoper Burger vom Vortag lag uns ja eh noch quer im Magen.
Unser vorletzter Tag, jetzt noch über den Großen Belt und weiter Richtung Deutschland, unsere letzte Übernachtung haben wir dann in Abenrade auf dem Stellplatz im Segelhafen gemacht und bei einer kleinen Stadtbesichtigung gab es dann mein letzte dänisches Eis – naja, jedenfalls für dieses Jahr.




